König Ubu

Buchreihe einer Theaterinszenierung

In die­ser Buch­rei­he wur­den drei Stü­cke des absur­den Thea­ters von dem fran­zö­si­schen Schrift­stel­ler Alfred Jar­ry (1873 – 1907) gestal­te­ri­sch insze­niert.

König Ubu, der dick-köp­fi­ge, pri­mi­ti­ve und gefrä­ßi­ge Prot­ago­nist, nutzt die Vor­zü­ge sei­ner Rol­le als Herr­scher und ver­hält sich in die­ser äußer­st rück­sichts­los und macht­be­ses­sen. Der schein­bar edle, gold-grü­ne Buch­um­schlag, hin­ter dem sich ein offen gebun­de­ner Buch­kör­per befin­det, soll die­se Cha­rak­ter­zü­ge des Königs wider­spie­geln. Aus­fäl­li­ge Typo­gra­fie, ein schwe­rer Satz­bau und Details wie rote Recht­schreib-Unter­strei­chun­gen, wel­che einem zunächst als Feh­ler erschei­nen, unter­strei­chen den gro­ben Cha­rak­ter des Prot­ago­nis­ten.

Inner­halb der Buch­rei­he wird der Buch­kör­per immer klei­ner, da Ubu in sei­ner Rol­le immer wei­ter in den Hin­ter­grund gedrängt wird und letzt­end­li­ch in die Skla­ven­rol­le stürzt, in der er sich aller­dings nicht weni­ger selbst­ge­fäl­lig und grob zu behaup­ten weiß.

ent­stan­den bei Prof.in Annet­te le Fort und Prof. André Heers; Kurs: Typo­gra­fie, Muthe­si­us Kunst­hoch­schu­le; 2014